Ärzte am Limit: Patientinnen und Patienten in Gefahr? „Zur Sache Baden-Württemberg“, SWR Fernsehen (VIDEO)

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SWR – Südwestrundfunk

Stuttgart (ots) –

Das landespolitische Magazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ am
Donnerstag, 10. Oktober 2019, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen in
Baden-Württemberg / Moderation Clemens Bratzler

Patientenabfertigung am Fließband, Schichten von über 20 Stunden
und wirtschaftlicher Druck gehören zum Alltag in deutschen Kliniken.
Ärztinnen und Ärzte berichten von Übermüdung und Fehlern, die nicht
passieren dürften. Laut des Ärzteverbandes Marburger Bund brächten
mehr Patienten, weniger Personal und komplexere Therapien nicht nur
Ärzte an ihre Grenzen. Auch Patientinnen und Patienten seien in
Gefahr. Nicht deren Wohl stehe im Vordergrund, sondern die
wirtschaftlichen Belange des Krankenhauses. Das medizinische System
müsse grundsätzlich überarbeitet werden, sagen Kritiker. Befürworter
halten dagegen, dass sich das Gesundheitssystem ohne wirtschaftliche
Anreize nicht aufrechterhalten lasse. Gast im Studio ist Urban
Wiesing, Medizinethiker der Universität Tübingen.

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Vor Ort bei Ärzten

Reporterin Alix Koch trifft einen Arzt, der so nicht mehr
weiterarbeiten möchte: keine Pause zum Abschalten, viele Überstunden,
das sei Alltag in seiner Klinik. „Ich bin manchmal so müde, dass ich
Angst habe, Fehler zu machen“, sagt er. Einmal habe er fast das
falsche Medikament gespritzt. Im Robert-Bosch-Krankenhaus in
Stuttgart bestätigen der medizinische Geschäftsführer und ein
Oberarzt der Intensivstation, dass das Vertrauensverhältnis von Arzt
und Patienten gestört sei, seit Ärzte unter finanziellen Vorgaben
handeln müssen.

Weitere geplante Themen:

Der Kampf ums Bauland – Beispiel: Ummendorf

Wer darf bauen in Ummendorf? Die oberschwäbische Gemeinde hatte
sich ein Vergabeverfahren für Bauplätze ausgedacht. Vor allem junge,
einheimische Familien mit Kindern sollten zum Zug kommen. Eine
Familie, die keinen Bauplatz erhielt, reichte Klage ein. Ärgerlich
für die Familien, die den Zuschlag erhalten hatten. Der Baubeginn
könnte sich verzögern, das staatliche Fördergeld von bis zu 40.000
Euro verloren gehen. Letztlich ist sogar unklar, ob sie überhaupt
bauen dürfen. Wie geht dieser Rechtsstreit aus? „Zur Sache
Baden-Württemberg“ spricht mit zwei betroffenen Familien, die einen
Bauplatz zugesprochen bekommen hatten und jetzt nicht wissen, ob und
wann sie bauen werden. Auch der Bürgermeister und ein Vertreter des
Gemeindetags kommen zu Wort.

Dekadente Nischenpolitik oder sinnvoller Artenschutz? –
Trüffelbäume für Wildkatzen

„Zur Sache Baden-Württemberg“ trifft einen Grundbesitzer in
Malterdingen, der mit seiner Trüffelbaumplantage ein Projekt zur
Ausbreitung von Wildkatzen unterstützt und dafür Fördergelder
bekommt. Die Trüffelbäume sollen Wildkatzen anlocken, die in
Baden-Württemberg lange fast ausgestorben waren. Was dekadent klingt,
ist politischer Ernst. Das Landwirtschaftsministerium fördert die
Anpflanzung von mit Trüffeln beimpften Bäumen in der Rheinebene,
damit Wildkatzen besser durchs Land streunen können. Die
Projektleiter – Biologen und Wildtierexperten von der Forstlichen
Versuchs- und Forschungsanstalt BW in Freiburg – erklären, warum
Wildkatzen Trüffelbäume mögen und weshalb Wildtierkorridore nötig
sind. Kritik am Trüffelbaumprojekt kommt vom Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland (BUND).

Mode zum Wegwerfen – wohin mit den vielen Klamotten?

Shoppen ist zur Freizeitbeschäftigung geworden und die Preise sind
so billig wie nie. Im Schnitt kauft man hierzulande etwa 60
Kleidungsstücke pro Jahr, Tendenz seit Jahren steigend. Während sich
die Mode früher eher nach den Jahreszeiten richtete, füllen die
großen Ketten heute die Kleiderständer alle zwei Wochen mit neuen
Modellen. „Zur Sache Baden-Württemberg“ fragt junge Influencer, die
mit und von der Mode leben: Was steckt hinter diesem Trend? In einem
großen Stuttgarter Einkaufszentrum berichten Kundinnen und Kunden,
wie oft es für sie etwas Neues sein muss. Auch Altkleidersammler
kommen zu Wort und fällen ein vernichtendes Urteil über das
Konsumverhalten.

„Zur Sache Baden-Württemberg“

Das SWR Politikmagazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ mit Clemens
Bratzler berichtet über die Themen, die das Land bewegen.
Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme, Studiointerviews und
Satirebeiträge lassen politische Zusammenhänge verständlich werden.
In der „Wohnzimmer-Konferenz“ diskutieren jeden Donnerstag drei
Baden-Württemberger via Webcam von ihrem Wohnzimmer aus live über
aktuelle politische Themen. Das letzte Wort bleibt dem
Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten – computeranimiert und mit
der Stimme des SWR3 Comedychefs Andreas Müller.

ARD Mediathek: Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und deren
einzelne Beiträge unter SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg und
ARDMediathek.de zu sehen.

Pressefotos bei ARD-foto.de.

Informationen, kostenloses Bildmaterial und weiterführende Links
unter www.SWR.de/kommunikation.

Pressekontakt:
Katja Matschinski, 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de

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