Darboven-Sohn: „J.J. Darboven ist auch ein Teil meines Lebenswerks“

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Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Berlin (ots) – Arthur Darboven bekräftigt Anspruch auf Hamburger
Kaffee-Unternehmen / Schwere Vorwürfe gegen Andreas Jacobs

Berlin, 22. August 2018 – Der Sohn des Hamburger
Kaffee-Unternehmers Albert Darboven, Arthur Darboven, hat den
Anspruch seiner Familie auf die Nachfolge und Führung des
Unternehmens J.J. Darboven bekräftigt. „Unsere Familie steht bereit,
die Nachfolge meines Vaters anzutreten“, sagte Arthur Darboven dem
Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ (Ausgabe 9/2018, EVT 23. August). „Es
tut weh zuzusehen, wie jemand adoptiert wird, um den eigenen Sohn zu
verhindern. Wir machen völlig unnötig einen großen Wert kaputt“,
sagte Darboven. Zugleich erhob er schwere Vorwürfe gegen den von
seinem Vater favorisierten Nachfolger an der Unternehmensspitze,
Andreas Jacobs. Vor vier Jahren erst hätten sich J. J. Darboven und
Jacobs‘ Unternehmen Barry Callebaut noch vor Gericht gegenüber
gestanden. „Wir wurden von Barry Callebaut verklagt, der Prozess ging
verloren und das Unternehmen musste Schadensersatz zahlen. Hierbei
entstand ein wesentlicher finanzieller und Imageschaden. Wir kennen
Herrn Jacobs aus diesem Zusammenhang nicht gerade als Freund des
Unternehmens“, sagte Darboven.

Der Streit um die Nachfolge des 82-jährigen Albert Darboven war
Anfang Juli eskaliert, nachdem bekannt geworden war, dass Darboven
Jacobs adoptieren will, um ihn dann an der Spitze des
Handelsunternehmens und Kaffeerösters J.J. Darboven installieren zu
können. Die Statuten des Familienunternehmens, das noch zu 57,5
Prozent Albert Darboven gehört, sehen vor, dass nur ein Mitglied der
Familie die Firmenleitung übernehmen darf. 42,5 Prozent der Anteile
halten dagegen Arthur Darboven, seine Cousins und eine Tante. Sie
sind geschlossen gegen die Adoption und hatten sich bereits mit einem
offenen Brief an Darboven senior gewandt – bislang erfolglos. Jacobs
stammt aus der Bremer Kaffeedynastie Jacobs, die sich aber schon vor
vielen Jahren aus dem Kaffeegeschäft zurückgezogen hat. J.J. Darboven
ist vor allem für seine Handelsmarke Idee-Kaffee bekannt, zu dem
Unternehmen gehören aber auch Mövenpick- und Eilles-Kaffee. Der
Umsatz liegt bei jährlich rund 300 Mio. Euro.

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Um die Adoption zu verhindern, habe er Einspruch eingelegt, sagte
Arthur Darboven. „Es handelt sich um eine Adoption aus rein
wirtschaftlichen Gründen, was unabhängig von den konkreten Personen
für mich schon mehr als zweifelhaft ist“, sagte der Sohn. Eine
Adoption dürfe nach dem Gesetz dann nicht ausgesprochen werden, wenn
diese „überwiegenden Interessen der Kinder“ entgegenstehe. Dies sei
hier der Fall. Er habe viele Jahre selbst in dem Unternehmen
mitgearbeitet und, etwa mit der erfolgreichen Fair-Trade-Marke Café
Intencíon, eigene Akzente gesetzt. Doch statt diese Erfolge zu
berücksichtigen, sei nicht nur der Kontakt zu seinem Vater
abgebrochen, sondern werde er sogar aus der Unternehmenschronik
getilgt. „In der Chronik auf unserer Homepage tauche ich nicht mehr
auf. Vor ein paar Jahren war ich noch drin, jetzt gibt es mich dort
nicht mehr. Dabei ist J.J. Darboven auch ein Teil meines
Lebenswerks“, sagte Darboven gegenüber ‚Capital‘. „Wenn Herr Jacobs
Chef und Mehrheitsgesellschafter von Darboven würde, wäre das für uns
mehr als ein Affront“, so Darboven. Zugleich betonte er seine
Bereitschaft, mit dem Vater doch noch eine gütliche Einigung zu
finden. „Er ist der Chef der Firma, und wenn er weitermacht, bis er
100 Jahre alt ist, soll er das bitte tun. Wir wollen lediglich mit
meinem Vater reden und die Zukunft gemeinsam gestalten.“

Bis zu einem Streit mit seinem Vater im Jahr 2009 hatte Arthur
Darboven im Familienunternehmen mitgearbeitet. Heute ist er
Co-Gesellschafter von Benecke Coffee, einem Handelsunternehmen für
Rohkaffee in Hamburg, das rund 140 Mio. Euro Umsatz im Jahr macht.

Pressekontakt:
Timo Pache, Chefredaktion ‚Capital‘,
Tel. 030/220 74-5125, E-Mail: pache.timo@capital.de
www.capital.de

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