EKD-Ratsvorsitzender sendet Grüße zum Fastenmonat Ramadan 2018/ Mit religiösem Sachverstand und aller Glaubenskraft den Herausforderungen unserer Zeit begegnen

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EKD Evangelische Kirche in Deutschland

Hannover (ots) – In einem Brief an die muslimischen Mitbürgerinnen
und Mitbürger zum Fastenmonat Ramadan und zum abschließenden Fest des
Fastenbrechens hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche
in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, heute
(16.05.2018) seine herzlichen Grüße und Wünsche für eine friedliche
und versöhnliche Zeit übermittelt: „Leider keine
Selbstverständlichkeit, wie wir täglich in der Welt und auch in
unserem Land erleben müssen. Menschen misstrauen einander,
respektieren sich nicht in ihrer religiösen Unterschiedlichkeit,
grenzen einander aus. Auch innerhalb von Religionsgemeinschaften gibt
es manchmal Spannungen und Verletzungen, die nur schwer zu heilen
sind“, so der Ratsvorsitzende.

Im Blick auf die gegenwärtige Situation in Deutschland fragte er:
„Wie kann es… sein, dass in einem Land, in dem das Recht auf
Religionsfreiheit besteht, Menschen, die sich in der Öffentlichkeit
als Juden, Muslime oder Christen zu erkennen geben, deshalb
diskriminiert, beleidigt oder angegriffen werden? Wie kann es sein,
dass religiöse Stätten wie Moscheen zum Ziel von Anschlägen werden
oder – wie im Falle jüdischer Einrichtungen – in diesem Land seit
Jahrzehnten unter Polizeischutz stehen müssen? Wie kann es sein, dass
Menschen der Meinung sind, ihren eigenen Glauben dadurch glaubhafter
zu leben, dass sie den Glauben anderer herabsetzen oder verachten?“
Aus der andauernden Zwiesprache mit Gott könnten Glaubende neue
Zuversicht und neue Hoffnung schöpfen. „Religiös geprägte Zeiten sind
dabei wichtig. Und ich bin mir sicher, dass wir allen religiösen
Sachverstand und alle Glaubenskraft benötigen, um den
Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Ob es um die Herstellung
von Frieden in der Welt oder um die Überwindung scheinbar
unüberbrückbarer gesellschaftlicher Gegensätze geht, ob um die
Einübung in religiöse Pluralität oder um religionsübergreifende
Kooperationen zum Wohle der Gemeinschaft, immer braucht es dazu
hoffende Menschen, die miteinander im Gespräch bleiben, die ihre
religiöse Pflicht tun und auf andere zugehen und sie an einen Tisch
einladen.“

Hinweis: Die Grußbotschaft zum Ramadan des Vorsitzenden des Rates
der EKD ist abrufbar unter https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/180516_pm
_52_Anlage_Grußwort_EKD-Ratsvorsitzender_sendet_Grueße_zum_Fastenmona
t_Ramadan_2018.pdf.

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Hannover, 16. Mai 2018

Pressestelle der EKD

Kerstin Kipp

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

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