Ford GT vor dem finalen Rennen: Erinnerungen zum Werkseinsatz von Ford Chip Ganassi Racing (FOTO)

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Ford-Werke GmbH

KÖLN / BRASELTON (USA) (ots) –

– Werkseinsatz von Ford Chip Ganassi Racing endet nach vier Jahren
mit dem Saisonfinale der nordamerikanischen IMSA
Sportwagen-Meisterschaft am 12. Oktober in Road Atlanta

– Vor dem Zehnstundenrennen reflektieren Ford GT-Werksfahrer,
Teammitglieder und Partner das erfolgreiche Programm

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– In der IMSA und der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC)
erzielte der Ford GT 19 Siege und 23 Pole Positions – 2016
gelang der Klassensieg in Le Mans

Nach vier erfolgreichen Jahren endet am kommenden Wochenende für
das Werksteam Ford Chip Ganassi Racing (CGR) eine Ära: Das
Zehnstundenrennen „Petit Le Mans“ auf der berühmten Rennstrecke von
Road Atlanta wird für den Ford GT der letzte Werkseinsatz sein. Vor
dem Finale in Braselton im US-Bundesstaat Georgia stehen für den
ikonischen Mittelmotor-Rennwagen 19 Siege und 23 Pole Positions in
der nordamerikanischen IMSA Sportwagen-Meisterschaft und der FIA
Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zu Buche. Im persönlichen
Rückblick sprechen Fahrer, Teammitglieder und Partner über ihre
Erinnerungen und besondere Momente hinter den Kulissen.

Stimmen der Werksfahrer – Dirk Müller

Schönste Erinnerung: „Das ist eindeutig die Auslaufrunde in Le
Mans 2016. Nach dem Fallen der Zielflagge habe ich realisiert, was
wir gerade erreicht hatten. Es war unser größter Sieg in den vier
Jahren. Wir standen unter enormem Druck in jener ersten Saison und
haben dem standgehalten. Nicht nur wir Fahrer, das gesamte Team hat
perfekt gearbeitet und uns ermöglicht, diesen Erfolg zu erkämpfen.“

Was niemand weiß: „Nach diesem Sieg wurden viele Freudentränen im
Verborgenen vergossen. Ich konnte im Funk hören, wie die Jungs
weinten vor Glück.“

Joey Hand

Schönste Erinnerung: „Ich denke am liebsten an den Moment zurück,
als ich in Le Mans 2016 auf meinem letzten Stint den Ferrari
überholte. Danach haben wir die Führung nicht mehr abgegeben und
wiederholten nach 50 Jahren einen legendären Sieg von Ford gegen
Ferrari. Ich habe nicht nur den Überholvorgang auf der Strecke später
noch oft im Highlight-Programm gesehen, sondern auch den Blick in die
Box, als es passierte. Die ganze Mannschaft hat gejubelt und gespürt,
dass dies der Moment ist, in dem wir Geschichte schreiben. Es war
großartig, ein Teil davon zu sein.“

Was niemand weiß: „In der Frühphase des Werksprogramms statteten
wir dem Design Center der Ford Motor Company einen Besuch ab. Es
wurde zwar schon häufiger darüber berichtet, doch ich glaube nicht,
dass die Leute sich das richtig vorstellen können, aber in einem
Kellerraum – der sonst als Lager genutzt wurde – haben sie dort das
komplette Designkonzept des Teams zusammen entwickelt. Ich dachte
erst, es sei ein Witz, als wir alle in den Keller sollten. Aber der
Raum bildete unsere neue Aufgabe bis ins Detail ab. Auf der einen
Seite stand die Straßenversion des Ford GT, von innen und außen exakt
so gestaltet wie später die Rennwagen. Auf der anderen Seite lagen
unsere Overalls, die Teamkleidung und alle anderen Elemente im neuen
Look bereit. Alles war von A bis Z perfekt aus einem Guss präpariert.
Das war für mich einer der coolsten Momente des Programms.“

Ryan Briscoe

Schönste Erinnerung: „Ich habe gleich zwei davon! Die eine ist
definitiv das Podium in Le Mans 2016. Dirk Müller, Joey Hand und
Sébastien Bourdais hatten gewonnen; Richard Westbrook, Scott Dixon
und ich standen als Drittplatzierte gemeinsam mit ihnen dort oben.
Den Blick auf diese Menschenmenge werde ich nie vergessen. Ebenfalls
eingebrannt hat sich mir das Podium nach den 24 Stunden von Daytona
2018, als wir nach langem Kampf mit unserem Schwesterauto gewannen
und erneut gemeinsam jubelten.“

Was niemand weiß: „Wo auch immer wir fahren, gehen wir mexikanisch
essen. Ein geeignetes Lokal zu finden, hat bei uns Tradition. Joey
ist meistens die treibende Kraft, aber wir alle lieben dieses Essen.“

Harry Tincknell

Schönste Erinnerung: „Wir haben einige tolle Erfolge in der WEC
gefeiert. Der Heimsieg 2017 in Silverstone war klasse, aber als
bester Moment hat sich für mich der zweite Platz in Le Mans 2017
eingeprägt. Wir fuhren ein fast fehlerfreies Rennen in der
Spitzengruppe. Auf der letzten Runde lag ich an Position drei und
konnte zwei Kurven vor der Zielflagge noch eine Corvette überholen.
Das war wohl der späteste erfolgreiche Positionskampf in der
Geschichte dieses Rennens. Danach für Ford auf dem Podium zu stehen,
fand ich sehr ergreifend.“

Was keiner weiß: „Die Zusammenarbeit mit Andy Priaulx hat mich zu
dem Rennfahrer gemacht, der ich heute bin. Ich kam als 23-Jähriger
zum Team und habe unglaublich viel von ihm gelernt. Vor allem
bezüglich der Fahrzeugabstimmung und beim Feedback für die Ingenieure
konnte ich von seiner Erfahrung profitieren, fahrerisch natürlich
auch. Eher witzig war sein Wunsch, auf schwarze Balaclavas
umzusteigen.“

Stimmen der Teamführung und Partner – Mike Hull, Leitender
Direktor Chip Ganassi Racing

Schönste Erinnerung: „Le Mans 2016, als wir mit unserem Ford GT
die LM GTE Pro-Kategorie gewannen und das Schwesterauto Platz drei
eroberte. Da auch der zweitplatzierte Ferrari von Risi Competizione
aus den Vereinigten Staaten kam, war das Podium fest in
US-amerikanischer Hand. Als die neun Fahrer auf dem Podest standen,
flatterten drei US-Flaggen im Wind, dazu erklang unsere
Nationalhymne. Das Siegerpodest ist sehr hoch und überragte eine
Menge von rund 50.000 Menschen. Die europäischen Fans applaudierten
den Fahrern und den Flaggen. Das hat mich als Amerikaner in
Frankreich sehr bewegt.“

Was keiner weiß: „Unser Programm umfasste tatsächlich sechs Jahre.
2014 und 2015 haben wir den Motor und viele Komponenten bereits in
einem Daytona-Prototyp erprobt. Wir testeten Kühler, Wärmetauscher,
Turbolader, das Motormanagement und die Elektronik. Das Motorpaket
war praktisch fertig, als wir es in den Ford GT implantierten und im
Oktober 2015 mit ersten Versuchsfahrten für die Saison 2016 begannen.
So konnten wir uns ganz auf das Chassis konzentrieren – das war ein
großer Vorteil.“

Kevin Groot, Leiter des IMSA/WEC-Programms bei der Ford Motor
Company

Schönste Erinnerung: „Das ist auf jeden Fall der Doppelsieg mit
den beiden Ford GT bei den 24 Stunden von Daytona 2018. Ein
großartiges Gefühl: Die Autos und das Team funktionierten 24 Stunden
lang wie ein Uhrwerk, es gab kaum Gelbphasen, und wir dominierten. So
etwas geschieht nicht oft.“

Was keiner weiß: „Ich denke, meine beste nie erzählte Geschichte
handelt von Dirk Müller in Le Mans 2016. Es war nachts, er fuhr in
der Mitte seines Stints, als plötzlich Lichter auf seinem Display
blinkten. Im Funk ereiferte er sich über violette Signale, die er
allerdings mit einem Kraftausdruck belegte, den keiner verstand,
obwohl er ihn mehrfach wiederholte. Erst als wir Joey Hand den Funk
aufsetzten, konnte er interpretieren, worüber sich Dirk Sorgen
machte.“

Larry Holt, Technischer Leiter Multimatic

Schönste Erinnerung: „Ich denke sehr gern an den ersten Test mit
dem Ford GT am 16. Mai 2015 zurück. Das Auto fuhr zwei Tage lang ohne
Probleme in Calabogie auf dem Testgelände bei Ottawa. Scott Maxwell
begann schon damit, die Abstimmung zu verbessern. So weit ist man
selten beim ersten Test. Was mich am meisten überwältigt hat, geschah
aber 2016 in Daytona. Das ist an sich keine schöne Erinnerung,
erzählt aber, wie das gesamte Team – Multimatic, Ford und Chip
Ganassi Racing – Rückschläge bewältigen konnte. Von Mai 2015 bis zum
Rennen in Daytona Ende Januar 2016 hatten wir 18.000 Testkilometer
zurückgelegt. Es gab ein paar Kleinigkeiten zu beheben, aber nichts
Alarmierendes hinsichtlich der Standfestigkeit. Doch dann musste das
eine Auto schon in der ersten Stunde wegen eines Defekts am Getriebe
das Rennen aufgeben und das andere ereilte dasselbe Problem. Der
Schaden war nie zuvor aufgetreten und brachte uns früh um alle
Chancen. Ein schlimmer und deprimierender Moment. Aber wir alle zogen
daraus zusätzliche Motivation, noch tiefer in jedes System des Autos
reinzuschauen. Fünf Monate später fuhren drei von vier Ford GT 24
Stunden lang völlig reibungslos in Le Mans.“

Was keiner weiß: „Es gibt einige Dinge, die über dieses Programm
bislang wenig bekannt sind – etwa, dass Multimatic Motorsports Europe
die WEC-Einsätze von Ford Chip Ganassi Racing ausgeführt hat. Das war
eine großartige Aufgabe für uns.“

Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und
Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an
den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925
haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert.
Weitere Presse-Informationen finden Sie unter
http://www.media.ford.com.

Pressekontakt:
Hartwig Petersen
Ford-Werke GmbH
+49 (0) 221/90-17513
hpeter10@ford.com

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