Programmhinweise und -änderungen für das SWR Fernsehen von Freitag, 15. März 2019 (Woche 11) bis Sonntag, 21. April 2019 (Woche 17)

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SWR – Südwestrundfunk

Baden-Baden (ots) – Freitag, 15. März 2019 (Woche 11)/14.03.2019

22.00 Nachtcafé

Die SWR Talkshow Gäste bei Michael Steinbrecher Freundschaft –
wenn nichts unmöglich ist

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Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Dieter Beutel und Detlef
Kowalewski, die eine ungewöhnliche Freundschaft verbindet / Freitag,
15.3.2019, 22 Uhr, SWR Fernsehen

Oft sind es ganz außergewöhnliche Begegnungen und Schicksale, die
zwei Menschen zusammenbringen. Mit guten Freunden teilt man die
schönsten Erlebnisse sowie Sorgen und Ängste. Sie leiden mit, hören
zu und unterstützen. Gemeinsame Erinnerungen schweißen zusammen –
umso größer ist die Enttäuschung, wenn sie ein unschönes Ende nimmt:
Etwa bei einer gemeinsamen Urlaubsreise, durch finanzielle
Streitigkeiten oder einen neuen Partner. Manche Freundschaften halten
hingegen ein Leben lang. Freundschaft lebt von der Gewissheit, dass
auch mitten in der Nacht jemand das Telefon abhebt, wenn der
Liebeskummer unerträglich wird. In Zeiten instabiler
Familienbeziehungen und wechselnder Partnerschaften gewinnen
Freundschaften zunehmend an Bedeutung – und bieten große Vorteile:
Laut wissenschaftlichen Untersuchungen leben Menschen mit Freunden
nicht nur gesünder, sie sind auch glücklicher und leben länger.
Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im „Nachtcafé:
Freundschaft – wenn nichts unmöglich ist“ am Freitag, 15. März, 22
Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im „Nachtcafé“:

Dieter Beutel und Detlef Kowalewski haben eine ungewöhnliche
Freundschaft entwickelt

Dieter Beutel war als Kommissar jahrelang einem Kokaindealer auf
den Fersen, observierte und jagte ihn, bis er ihn hinter Gitter
brachte: „Wir waren am Anfang Katz und Maus“, erinnert sich Detlef
Kowalewski, der auf spektakuläre Weise mehrfach aus dem Gefängnis
ausbrach. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Dennoch hat sich 27 Jahre später zwischen dem heutigen Tätowierer und
dem ehemaligen Polizisten eine Freundschaft entwickelt. „Er hat
meinen Respekt, obwohl er mal ein Verbrecher war“, so Dieter Beutel.

Jutta Andresen hat durch einen Schicksalsschlag eine neue Freundin
an ihrer Seite

Auf ungewöhnliche Weise entstand auch eine Freundschaft von Jutta
Andresen. Der schreckliche Unfalltod ihrer Tochter, die zu diesem
Zeitpunkt in Australien war, hat sie mit Susan zusammengeführt. Sie
ist die Mutter des betrunkenen Autofahrers, der die Schuld am frühen
Tod der jungen Studentin trägt. Aus dem Leid der Mütter entstand über
zwei Kontinente hinweg eine intensive Freundschaft: „Das Schicksal
hat uns zusammengeführt, wir geben uns Halt und Trost.“

Brit Melters weiß die Unterstützung ihrer Freunde nach einem
Unfall sehr zu schätzen

Auch Brit Melters wurde von einem Augenblick auf den anderen
radikal aus dem Leben katapultiert. Eine Übernachtung in einem
Ferienhaus und ein lose angebrachtes Schrankbett wurde der
Fallschirmsprunglehrerin auf tragische Weise zum Verhängnis. Seitdem
ist sie gelähmt und auf Hilfe angewiesen. Viel Unterstützung bekommt
sie von ihren guten Freunden, auf die sie sich immer verlassen kann:
„Sie organisieren viel für mich und fangen mich immer wieder auf.“

Angelika Milster legt großen Wert auf langjährige Freundschaften

Freundschaften nehmen im Leben des Musicalstars Angelika Milster
eine sehr große Rolle ein. Obwohl die Sängerin durch ihre Konzerte
viel unterwegs ist, reißt der Kontakt zu ihren Lebensfreundinnen nie
ab. Wichtig sind ihr volles Vertrauen, ein ehrliches Feedback und
gegenseitige Wertschätzung: „Freunde sind mir das Wichtigste. Bis auf
eine Freundin haben alle anderen mit dem Showbusiness nichts zu tun.“

Jürgen Milski verlor durch seine Popularität die Freundschaft zu
seinem besten Freund

Nie hätte Jürgen Milski gedacht, dass die enge Beziehung zu seinem
besten Freund eines Tages in die Brüche gehen könnte. Die ersten
Risse bekam seine langjährige Freundschaft, als der ehemalige Kölner
Blechschlosser durch eine TV-Sendung über Nacht bekannt und zum
Publikumsliebling wurde: „Statt mir den Erfolg zu gönnen und sich mit
mir zu freuen, spürte ich von seiner Seite viel Neid und Missgunst“,
so der Partysänger und Entertainer.

Dr. Wolfgang Krüger ist als Freundschaftsforscher tätig

„Der Kern der Freundschaft zeigt sich im Konflikt und in der
Krise“, sagt Dr. Wolfgang Krüger. Gute Freundschaften sind nach
Ansicht des Psychotherapeuten nicht nur ein Glücksfaktor, sondern
verlängern sogar das Leben. Der Freundschaftsforscher weiß, was gute
Freundschaft ausmacht, woran man richtige Freunde erkennt und welche
Gründe es gibt, nicht länger an einer Freundschaft festzuhalten.

Samstag, 16. März 2019 (Woche 12)/14.03.2019

18.05 RP: Die SWR-Reportage

Heißes Eisen in einer Tour – Unterwegs mit dem fahrenden
Hufschmied Erstsendung: 10.03.2018 in SWR RP

„Farrier“ – auf Deutsch Hufschmied – hat er sich auf die Stirn
tätowiert. Markus Ax aus Weitersborn im Soonwald betreibt seinen
Beruf mit einer Leidenschaft, die buchstäblich unter die Haut geht.
Seit 15 Jahren ist er Schmied. Seine Schmiede allerdings hat vier
Räder: An Bord seines Bullys sind ein Ofen, den er auf 1.600 Grad
hochheizt, und eine Sammlung von Hufeisen in allen Größen – vom
Fohlen bis zum Kaltblüter. Damit fährt er zu seiner Kundschaft,
Pferdebesitzern im ganzen Hunsrück. Mit dabei Lehrling Willi, der
wegen seiner Begeisterung für Pferde und den Beruf jeden Tag aus der
Nähe von Bonn anreist. Und das obwohl er miterlebt, wie kräftezehrend
der Job ist: Sein Chef Markus Ax hat mit 36 schon mehrere
Bandscheibenvorfälle hinter sich.

Sonntag, 17. März 2019 (Woche 12)/14.03.2019

22.05 RP: Flutlicht

Studiogast: Ronnie Hellström (ehemaliger Torhüter und FCK-Idol) |
Fußball Bundesliga: Bayern München – 1. FSV Mainz 05 | Fußball 3.
Liga: Sportfreunde Lotte – 1. FC Kaiserslautern | Nah dran: Felix
Prangenberg (BMX-Fahrer) | Moderation: Benjamin Wüst

Sonntag, 07. April 2019 (Woche 15)/14.03.2019

18.45 RP: Bekannt im Land

Von Moller zu Müller Die Geschichte des Mainzer Theaters

Der Bau des Theaters Mainz am Gutenbergplatz wurde zwischen 1829
und 1833 durch den Darmstädter Hofbaumeister Georg Moller errichtet.
Der Theaterbau stellte erstmals, in Anlehnung an das Kolosseum in
Rom, das Halbrund des Zuschauerraums nach außen hin dar. Die neue
Formgebung wirkte sich positiv auf die Sichtverhältnisse aus und
machte Schule. Im 19. Jahrhundert prägte das Mainzer Theater das
Kulturleben der Stadt, hier fanden einige überregional beachtete
Premieren statt.

1942 im Krieg zerstört, wurde das Theater 1951 auf den alten
Mauern wiederaufgebaut. Das langsam wiederaufblühende Theaterleben
gab vielen Mainzern die Lebensfreude in schweren Zeiten zurück.

In den Jahren von 1998 bis 2001 hat das Theater in einer groß
angelegten Sanierung seine jetzige Gestalt erhalten: Von dem alten
Mollerbau sind nur an wenigen Stellen sichtbare Reste geblieben, die
an eine bewegte Vergangenheit mit vielen kleinen und großen
Theatergeschichten erinnern. In der Zeit des Umbaus begann die Ära
Delnon/Schläpfer und setzte wieder Glanzlichter nach einer Phase, als
das Mainzer Theater eher für gemütliche Provinzialität stand.
Plötzlich interessierten sich wieder die Feuilletons für die Mainzer
Bühne.

Mittlerweile prägt Intendant Markus Müller das Gesicht des
Mollerbaus, wie das Theater immer noch liebevoll genannt wird. Unter
Müller erlebt das Mainzer Staatstheater gerade einen
außergewöhnlichen Höhenflug.

Sonntag, 14. April 2019 (Woche 16)/14.03.2019

18.45 RP: Bekannt im Land

Sarah Henke & Co.

Menschen und Schicksale in der pfälzischen Heimat:

Sarah Henke wurde als Findelkind auf den Straßen Seouls von einer
deutschen Familie adoptiert. Heute ist sie Küchenchefin eines
Restaurants in Andernach und hat sich zum zweiten Mal einen
Michelin-Stern erkocht.

Die Chansonsängerin Nanette Scriba aus Mainz lebt viele Monate
jährlich auf den Kapverden. Dort haben wir die vorwiegend als Malerin
tätige Künstlerin besucht.

Die Sportsoldatin Gesa Krause startet für ihren Verein
Silvesterlauf Trier und hat in der Disziplin Hindernislauf schon
zweimal den Europameister-Titel heimgeholt.

Fotoreporter Herbert Piel reiste einst durch die ganze Welt und
bannte nahezu alle Großen unserer Zeit vor seine Kamera. Heute lebt
er auf den Rheinhöhen über Boppard.

Tijan Sila flüchtete aus dem jugoslawischen Bürgerkrieg und lebt
heute als Schriftsteller in Kaiserslautern.

Sonntag, 21. April 2019 (Woche 17)/14.03.2019

08.45 Himmel auf Erden

St. Stephan in Mainz

Sie sind einzigartig in Deutschland und zählen von ihrer
Gesamtfläche zu den größten Glaskunstwerken weltweit, die der
Künstler je geschaffen hat: die Chagall-Fenster in der Kirche St.
Stephan in Mainz. Als Touristenattraktion begeistern sie Besucher aus
aller Welt. Über zweihunderttausend Kunstfreunde kommen jährlich
eigens in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt, um die farbigen
Kirchenfenster zu sehen. Von 1978 bis zu seinem Tod im Jahre 1985
schuf der russische Künstler Marc Chagall neun Fenster für den
vorderen Teil der Kirche. Das Glasfensterwerk von St. Stephan wurde
von einem französischen Atelier später um 19 weitere Fenster im
Langhaus und im Westchor ergänzt.

Dass der jüdische Künstler, der auf Grund des Holocausts
Deutschland nie wieder betreten wollte, für eine römisch-katholische
Kirche in Mainz ein großes Kunstwerk schuf, ist dem damaligen Pfarrer
Klaus Mayer zu verdanken. Monsignore Mayer, selbst aus einer
jüdischen Familie stammend, konnte den hochbetagten und in Frankreich
lebenden Künstler für die neue Fenster-Gestaltung des im Zweiten
Weltkrieg schwer zerstörten Kirchenbaus gewinnen. Rund 40 Jahre nach
dem Einbau des ersten Fensters begeistert der 95-jährige Monsignore
Mayer die Kirchenbesucher heute immer noch mit seinen fast
zweistündigen Meditationen, in denen er die Fenster kunsthistorisch
und religiös erläutert.

Aber nicht nur wegen einer außergewöhnlichen Orgel, seiner Fenster
und anderer kunsthistorischer Besonderheiten wie einem
mittelalterlichen Kreuzgang ist die alte Kirche St. Stephan
interessant. Die Pfarrgemeinde unter Leitung des engagierten Pfarrers
Stefan Schäfer sorgt für ein reges kulturelles und spirituelles Leben
auf dem Stephansberg oberhalb der Mainzer Altstadt. Ob Orgelkonzerte
mit renommierten Musikern, ökumenische Chorandachten am Abend,
Kunstausstellungen, Turm-, Kreuzgang- oder Fensterführungen oder
einem beeindruckenden Mittagstisch für Obdachlose – in der
Pfarrgemeinde ist immer etwas los.

Pressekontakt: Grit Krüger, Tel 07221/929-22285,
grit.krueger@SWR.de

Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/7169/4218260

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