Rheinische Post: Inka Grings: „Die Zeit ist reif für eine DFB-Präsidentin“

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Rheinische Post

Düsseldorf (ots) – Ex-Fußballnationalspielerin Inka Grings kann
sich gut eine Frau an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
vorstellen. „Die Zeit ist natürlich reif. Es hatten ja jetzt eine
ganze Reihe von Männern die Gelegenheit zu zeigen, was sie können.
Aber im Ernst: Es geht am Ende darum, den Kandidaten mit den besten
Qualifikationen zu finden“, sagte die neue Trainerin des
Fußball-Regionalligisten SV Straelen der Düsseldorfer „Rheinischen
Post“ (Samstag). Sie fügte hinzu: „Es ist doch wirklich absurd, dass
Frauen im Jahr 2019 sich immer noch rechtfertigen müssen und es viele
Bereiche gibt, in denen sie eben noch nicht gleichgestellt sind. Da
geht es nicht nur um Fußball.“ Es sei „völlig anmaßend, wenn Männer
glauben, sie könnten Jobs per se besser machen als eine Frau. Der
Mensch muss Ahnung von seinem Job haben – nicht mehr und nicht
weniger.“ Die 40-Jährige zeigte sich auch verärgert darüber, dass
Frauen noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen haben. „Ich finde es
verblüffend, welche Kommentare ich nach meiner Vorstellung zu lesen
bekommen habe. Da musst du dir schon die Frage stellen, was für
Kleingeister im Jahr 2019 noch so rumlaufen. Wahnsinn, was sich vor
allem Männer für Gedanken darüber machen, was ich für berufliche
Qualifikationen habe.“ Grings, die seit Jahren mit einer Frau
zusammenlebt, hofft, dass auch in Sachen Offenheit eine neue Kultur
in der Fußball-Branche Einzug hält und Spieler zu ihrer Sexualität
stehen können. „Wenn du dich immer nur verstecken musst, ist das ganz
bestimmt kein einfaches und angenehmes Leben. Ich könnte das nicht,
ich möchte niemandem irgendetwas vorspielen. Aber jeder ist für sich
selbst verantwortlich. Ich würde mir jedenfalls den Mut wünschen,
mehr Offenheit zuzulassen.“

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